Die von der EBD Group organisierte Fachkonferenz BioPharm AmericaTM 2011, die vom 7. – 9. September im Boston stattfindet, dürfte für die Biotech-Szene eine der produktivsten Partnering Veranstaltungen des Jahres werden. Die größten Pharma- und Biotech-Unternehmen der Welt, u. a. Abbott, AstraZeneca, Bayer, Bristol-Myers Squibb, Celgene, Genentech, Gilead, GlaxoSmithKline, Merck, Novartis, Novo Nordisk, Nycomed, Pfizer, Roche, Sanofi-Aventis-Genzyme, Shire und Takeda-Millennium werden erwartet.
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Ziel der Übernahme von ZymoGenetics durch Bristol-Myers Squibb ist es, die Marktposition in der Virologie, speziell im Bereich Hepatitis-C zu stärken. BMS zahlt 890 Mio. USD für einen defizitären ehemaligen Kooperationspartner. Dies entspricht einer Übernahmeprämie von 84% und ist erheblich höher als die 38 %, die Sanofi-Aventis kürzlich in die Offerte von 18,5 Mrd. USD für Genzyme einkalkuliert hatte. Derzeit bemühen sich Pharmakonzerne verstärkt um Zukäufe von Biotechfirmen, um Umsatzrückgänge aufzufangen, die durch auslaufende Patente drohen.
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Angesichts hoher Investitionen, die sich möglicherweise nicht auszahlen, gehen große, zunehmend sicherheitsorientierte Pharmaunternehmen dazu über, sich von der Forschung zu verabschieden und sie an junge, innovative Biotechfirmen auszulagern. Der Erwerb einer Lizenz in der frühen riskanten Phase ist – im Vergleich zu den Forschungskosten großer Pharmaunternehmen – ein relativ niedriger Aufwand, den sich die Großen locker leisten können.
Biotechfirmen, die diesen Selektionsprozess überstanden haben, stehen
wirtschaftlich inzwischen relativ gut da und machen nun auch zunehmend
gute Geschäfte mit den Großen der Branche: PanGenetics erhielt 170 Mio. USD von Abbott für ein Schmerzmedikament; ZymoGenetics 105 Mio. USD von Bristol-Myers-Squibb für ein Hepatitis C-Medikament; OncoMed Pharmaceuticals 40 Mio. USD von Bayer für ein Medikament gegen Krebs.
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