Morphosys hat nach erwartetem Verlust im 2. Quartal seine Umsatz- und Gewinnziele für 2011 bekräftigt. Nach einem fulminanten Auftaktquartal durch Meilenstein-Zahlungen von Novartis wurden im 2. Quartal Verluste von 3,8 Mio. € ausgewiesen. Morphosys ist eines der wenigen deutschen Biotech-Unternehmen, das auf Jahressicht Gewinne schreibt. Der Umsatz soll um 20–25% auf bis zu 110 Mio. € steigen. Für das operative Ergebnis werden 10–13 Mio. angestrebt. Morphosys hat sich auf die Entwicklung humaner Antikörper spezialisiert, um Medikamente zur Behandlung von Krebs, Rheuma oder Multipler Sklerose zu entwickeln. Derzeit forscht man in Kooperation mit Konzernen wie Novartis, Roche , Pfizer oder Boehringer Ingelheim an 75 Projekten, von denen sich 18 in der klinischen Entwicklung befinden.
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Morphosys verfügt mit 12 klinischen Projekten und insgesamt 76 verschiedenen Wirkstoff-Programmen über eine der umfangreichsten Antikörper-Pipelines der Branche.
Morphosys kooperiert mit Pharmakonzernen wie Bayer, Merck & Co oder Pfizer – allerdings ist Novartis durch eine Kapitalbeteiligung von 7% der wichtigste Allianz-Partner.
Neben dem Verkauf von Antikörper-Lizenzen an Partner entwickelt Morphosys aber auch auf eigene Rechnung. Besonders weit fortgeschritten ist der Wirkstoffkandidat MOR 103, der bisher bei Rheuma eingesetzt werden sollte – jetzt teilte Morphosys mit, dass dieser Antikörper auch bei Multipler Sklerose eingesetzt werden soll.
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