Das Tübinger Biotechnologie-Unternehmen Cegat gewann bei der Verleihung des Deutschen Gründerpreises in Berlin den Titel in der Kategorie „Bestes Startup“.
„Wir haben relativ schnell genau das machen können, was wir wollten: die Hochdurchsatz-Sequenzierung in der Diagnostik anbieten“, beschreibt Dr. med. Dr. rer.nat. Saskia Biskup die Erfolgsgeschichte ihres Unternehmens, das sie 2009 zusammen mit ihrem Mann, Diplom-Kaufmann Dr. Dirk Biskup, gründete. Tatsächlich gelang bereits im zweiten Jahr der Break-Even. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt, hohe Wachstumsraten realistisch.
DEUTSCHER GRÜNDER PREIS
Das Tübinger Biotech-Unternehmen Synimmune entwickelt gentechnisch optimierte Antikörper gegen Krebs, produziert sie in einer universitätseigenen Einrichtung und führt auch die frühe klinische Erprobung in enger Kooperation mit der Universität Tübingen durch. Dieses einmalige Modell universitätsnaher Antikörperentwicklung wird mit 2,5 Mio. € der Gründungsoffensive Biotechnologie – GO-Bio gefördert, damit neue Krebsmedikamente schneller als bisher vom "Labor in die Klinik" gebracht kommen. Anstatt in der üblichen Entwicklungs- und Zulassungszeit von rund sieben Jahren, wollen die Tübinger es schaffen, neue Antitumor Antikörper in nur drei Jahren zu entwickeln.
GO-Bio fördert seit 2005 Gründerteams im Bereich Life-Sciences, um technisch anspruchsvolle Ideen zu tragfähigen Unternehmen reifen zu lassen.
PRESSEBOX
Proteinbruchstücke, die für Alzheimer mitverantwortlich sind, können aus anderen Körperregionen ins Gehirn wandern. Dort lösen sie massive Eiweißablagerungen aus, die denen von Alzheimer-Patienten ähneln.
Biomediziner um Mathias Jucker hatten an der Universität Tübingen bereits 2006 gezeigt, dass Extrakte aus den Gehirnen verstorbener Alzheimer-Patienten, die in das Gehirn von Mäusen injiziert wurden, dort Ablagerungen aus Amyloid-beta hervorriefen. Tiere, die Hirnextrakte gesunder Menschen erhielten, entwickelten keine Plaques.
In der aktuellen Science-Studie haben die Tübinger nun untersucht, was geschieht, wenn man den Mäusen die Hirnextrakte der Alzheimer-Patienten nicht ins Gehirn sondern in die Bauchhöhle spritzt. Auch hierbei kam es zu Amyloid-beta-Ablagerungen im Gehirn, die dann zu den für Alzheimer typischen neurodegenerativen und entzündlichen Veränderungen führten. Die Forscher ziehen nun Parallelen zur Entstehung von Krankheiten wie etwa BSE oder Creutzfeld-Jakob, in denen fehlgefaltete Eiweiße auch eine wichtige Rolle spielen.
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