Curiohaus, Rothenbaumchaussee 11, Hamburg
Jahrzehntelang sah es so aus, als müssten wir uns zwischen der Sorge um die Natur und dem wirtschaftlichen Erfolg entscheiden. Fast ein halbes Jahrhundert hat unsere Gesellschaft gebraucht, um zu begreifen, dass Ökonomie und Ökologie keinen Gegensatz bilden – dass man mit Umweltbewusstsein gute Geschäfte machen kann. Eine Balance zwischen einer modernen Industriegesellschaft und der Natur erscheint möglich: Das große Thema lautete Nachhaltigkeit
Nach der Versöhnung von Ökonomie und Ökologie am Ende des 20. Jahrhunderts geht es im 21. Jahrhundert um die Versöhnung von Profitmotiv und sozialer Verantwortung. Es geht um die innere Balance, die unsere Gesellschaft im Verhältnis der Klassen und Generationen einerseits und im Verhältnis von Staat und Wirtschaft andererseits finden muss. Wir fragen nicht nach den Grenzen des Wachstums, sondern nach einem neuen Reichtum, der sich mit den klassischen Begriffen der Ökonomie nicht fassen lässt.
Die Sehnsucht nach Vertrauen und Transparenz bestimmt das Handeln. Haltung und Beständigkeit werden zur Geschäftsgrundlage für Unternehmen, Konsumenten und Politiker.
In Krisenzeiten werden Hoffnung und Zuversicht mit Erfolg belohnt. Das haben die Wahlen in den USA gezeigt. Der Mut zum Wandel hat Barack Obama den Wahlsieg gebracht. Er ist der erste Präsident der USA, der seine politische Macht durch das Internet entfalten konnte. Konsequente Zusammenarbeit mit Freiwilligen und Unterstützergruppen haben ihm im Netzwerk der Meinungen die Glaubwürdigkeit verliehen, die ihn zum Sieger gemacht hat.
In einer globalisierten Welt hängt der eigene Erfolg vom Erfolg der anderen ab. Die neue Regel heißt vernetzen, nicht trennen. Individualität bei gleichzeitiger Zusammenarbeit ist die Herausforderung. Der Medienphilosoph Norbert Bolz hat das auf eine einfache Formel gebracht: Netzwerke setzen auf Kooperation, und Kooperation erzeugt Moral
Lawrence Lessig, Professor der Stanford-Law-School, wird als einer der bedeutendsten Verfassungsrechtler angesehen. Er sieht im Urheberrecht den Feind aller Kreativität. Lessig kritisiert restriktive Copyrights im Bereich immaterieller Güter und unterstützt die Free- Culture-Bewegung, die sich für eine freie Nutzung und Veränderung von Inhalten im Internet und anderen Medien einsetzt. Er gründete das Center for Internet and Society und die Creative-Commons-Initiative, eine gemeinnützige Gesellschaft, in der Autoren der Öffentlichkeit Nutzungsrechte einräumen. Laut Forbes Magazine gilt Lessig als einer der drei aussichtsreichsten Kandidaten für den Posten des Chief Technology Officer (CTO) unter dem neuen US-Präsidenten Barack Obama.
Beim 14. Deutschen Trendtag geht es nicht um weitere Einschätzungen zur Finanzkrise, sondern um Perspektiven des zugrunde liegenden Strukturwandels: um die Chancen und Maßnahmen, die es zu ergreifen gilt: Cocreation und Coopetition.
Es gibt Formen von Wohlergehen, die man nur gemeinsam erlangt
Peter Sloterdijk beschreibt die immunsystemische Bedeutung des Sozialen für Gesundheit, Wohlstand und Gemeinsamkeit.