Berlin, Humboldt-Universität
Im Konferenzprogramm liegt der Fokus auf netzbasierten Technologien für die Informationsgesellschaft der Zukunft in diesem Umfeld wird auch ein dreitägiges eHealth-Forum angeboten.
Das eHealth-Forum setzt bei seinem Kern und dem eigentlichen Antrieb für Innovationen an: Dem Menschen. Die Veranstaltung greift den Paradigmenwechsel auf, der sich im vergangenen Jahrzehnt europaweit vollzogen hat: Gesundheitsstandort Nr. 1 sind weder Klinik noch Arztpraxis, sondern Wohnung und Umgebung des Patienten. Zugleich steigen aber auch Wunsch und Notwendigkeit eines Jeden, mehr Eigenverantwortung für die Gesundheit zu übernehmen.
Unter dem Vorzeichen der allgemeinen Lage des deutschen Gesundheitswesens geht ein Impulsstatement der Xinnovations der Frage nach, welchen Beitrag eHealth zum Aufbau eines modernen Rollenverständnisses der Beteiligten im Bereich der Gesundheit leisten kann. Zunächst scheint es so zu sein, "dass es dem deutschen Gesundheitssystem weiterhin gelingt, die Abwägung zwischen dem Aufwand für Prävention, Diagnose und Therapie auf ewig zu verdrängen." Das Einholen von Zweitmeinungen und -Diagnosen wird als einer der Gründe der Kostenexplosionen behauptet, ohne die Leid erzeugenden Kosten durch Fehlbehandlung, Nach-OP und Übermedikation – also durch Fehlintervention – zu benennen. Dabei wäre mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnologien die Qualität von Prävention und Diagnostik kostengünstig anzuheben: Experten müssen nicht reisen, Beratungen können gebündelt, Vorbereitungsarbeiten und Administration automatisiert werden, Apparatediagnostik wird bei ausreichendem Anforderungsvolumen beliebig billig. Diese Erkenntnis könnte politischer Wille werden.
Generell will das eHealth-Forum aufzeigen, wie der gezielte Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien im Gesundheitswesen dazu beiträgt Menschen zu aktivieren, sie zu emanzipieren und in ihrer gesteigerten Verantwortung für die eigene Gesundheit zu unterstützen.